Interview

Maria Adam

Interview mit Gründerin Maria Adam

Frau Adam, Sie beschäftigen sich bereits schon sehr lange mit Heilkräutern. Woher kommt diese Leidenschaft?

Meine Eltern hatten eine Gärtnerei, in der mein Vater unter anderem auch Heilpflanzen und Kräuter anbaute. Statt unwichtiger Lektüre, drückte unser Vater mir und meinen drei Brüdern bereits als Kinder Kräuterbücher in die Hände. In der Gärtnerei durften wir dann während der Ferien schon in jungen Jahren die Kunden bezüglich Kräuter und Heilpflanzen beraten. So wurde mein Interesse an der Naturheilkunde sehr früh geweckt.

Wann sind Sie auf die Lehre der Heiligen Hildegard von Bingen gestoßen und was hat Sie daran so fasziniert?

Nachdem  ich den elterlichen Betrieb übernahm, kamen 1981 auf einer Gärtnerei-Messe Kunden auf mich zu. Sie fragten mich, ob ich eine „Hildegard-Freundin“ sei, da ich nahezu alle Heilpflanzen und Kräuter der Lehre nach Hildegard von Bingen zum Verkauf bot. Damals wusste ich noch nichts über diese Lehren, weshalb mir diese Kunden bei ihrem nächsten Besuch das Buch „So heilt Gott“ von Dr. Gottfried Hertzka brachten. Dieser Arzt gilt als Pionier der Naturheilkunde nach Hildegard von Bingen und stellte ihr Wissen der Öffentlichkeit vor.

Gerade weil ich mich im Vorfeld mit sehr vielen Heil- und Ernährungslehren auseinander gesetzt habe, öffnete mir dieses Buch die Augen. Denn bei Hildegard von Bingen wird der ganze Mensch mit Körper, Geist und Seele behandelt. Hier stehen nicht nur die Aufnahme Mineralien und Vitamine im Vordergrund, sondern die Subtilitätslehre, die Lehre vom Säftegleichgewicht, also der gesamte Säure-Base-Haushalt des Körpers.

Die Lehre der Hildegard von Bingen ist umfangreich und betrifft alle Lebenslagen. Können Sie versuchen uns eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Bereiche zu geben?

In einem ihrer wichtigsten Werke, der „Physica“ erklärt sie die Ernährungszusammenhänge und die Qualität der einzelnen Lebensmittel. Sie beschreibt die Subtilität der Nahrung und wie diese auf den Säftehaushalt des Mensch wirken. Außerdem hat sie viele Naturheilkunde-Bücher mit mehr als 2000 Rezepturen verfasst. Das ist nur einer von vielen Bereichen, den die Hildegard-Lehre abdeckt, aber auch einer der wichtigsten für meine Forschungstätigkeit.

Wie und wann sind Sie auf die Idee gekommen eine autonome Produktionsstätte für Ihre „Natürlich besser für mehr Lebensfreude“-Naturprodukte zu gründen? Was gab den Ausschlag dafür?

Nachdem ich die Bücher der Hildegard von Bingen studiert hatte, begann ich Rezepte und Rezepturen nach der Lehre der Heiligen Hildegard von Bingen zu entwickeln, die ich zuerst im Selbstversuch probierte.

Kochkurse, die ich in kleinem Kreis veranstaltete waren so erfolgreich, dass ich bald in größeren Veranstaltungsküchen Kochkurse gab. Zusätzlich absolvierte ich die Heilpraktiker-Ausbildung und bot naturheilkundliche Beratung für Einzelpersonen und Familien an.

Nach jahrelanger Beratung realisierte ich schließlich, dass viele Krankheiten wie Stoffwechselerkrankungen, Depressionen, außerdem Knorpel- und Knochenschäden und schwere Allergien ihren Ursprung in schlechter Ernährung haben. So entwickelte ich das Ernährungsprogramm „Mit 365 Rezepten durch das Jahr“. Es folgten mehrere Kochbücher. Übrigens hatte ich während dieser Zeit immer wieder intensiven Kontakt zu Dr. Gottfried Hertzka.

Um meine entwickelten Rezepturen der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, entschloss ich mich eine autonome Produktionsstätte für unsere „Natürlich besser für mehr Lebensfreude“-Produktlinie zu errichten. Durch meine große Leidenschaft für die Lehre der Hildegard von Bingen ging ich große Risiken ein und steckte meinen gesamten Besitz in die Verwirklichung meiner autonome Produktionsstätte.

In Ihren Kochkursen zeigen Sie den Teilnehmern wie Sie die Zubereitung von Speisen nach Hildegard von Bingen. Wie gut ist das im Alltag umsetzbar?

Gerade für den Alltag habe ich diese Rezepte entwickelt. Die Küche ist schnell, beliebt und schmeckt der ganzen Familie. Wer nicht viel Zeit zum Kochen hat, für den gibt’s unsere süßen und pikanten Fertigmischungen der „Natürlich besser für mehr Lebensfreude“-Produktlinie. Das ist Fastfood auf gesunde und leichte Art.

Sie leben auch privat sehr im Einklang mit der Natur und lassen auch andere an Ihrem Wissen teilhaben?

Ich lebe in Gunskirchen mitten in der Au. Auf meinem Grundstück gibt es einen tollen Naturteich. Die Traun fließt vorbei und jeden Tag spaziere ich mit meinem Hund Rosi in der wunderschönen Umgebung. Direkt am Haus führt die Walk- und Radfahr-Strecke vorbei. Seit 1985 veranstalte ich hier monatlich einen Hildegard-Abend. Interessierte können zu mir zu Frage-Antwort-Stunden und Verkostungen kommen. Nach wie vor bin ich immer wieder auf Hildegard-Kongressen in ganz Europa unterwegs.

Im „Hildegard-Magazin“ auf Ihrer Homepage geben Sie wertvolle Tipps für die Anwendung Ihrer Naturprodukte. Dürfen Internet-Nutzer und Leser Ihnen auch Fragen stellen?

Natürlich werde ich auch Fragen ganz individuell beantworten.